Büronutzung
Kiel | Holstenstrasse 19-27

Innenausbau

Bauherr: GbR Kiel, Holstenstraße 19-27
Bauzeit: 2015 | LPH 1-8

Eine der Landesbehörden des Landes Schleswig-Holstein fand in dem umgebauten Büro- und Geschäftshaus (dem ehemaligen Center Kiel-LEIK) die passende Mietfläche, um sich räumlich zu verändern.

Nachdem das Büro bereits mit dem Umbau des Centers betraut worden war, wurde auch der Innenausbau für die Büroflächen übernommen. Hier handelte es sich um Flächen, die bislang dem Verkauf dienten und eine dementsprechende Tiefe ohne natürliche Belichtung aufwiesen.

Mehrheitlich waren Einzelbüros gefordert, die mit ihrer Schmalseite an die Außenfassade gelegt wurden. Um den Innenhof, der mittig des fast quadratischen Gebäudeteils an der Holstenstraße und zum Berliner Platz liegt, gruppieren sich weitere Büros.

Im 3. Obergeschoss wurde der Innenhof nach unten geschlossen, überdacht und umgenutzt. Die Belichtung erfolgt über Oberlichter, die interessante Schattenspiele an die Wände werfen und gleichzeitig den Innenhof darüber gestalterisch auflockern. Die Bereiche zu den angrenzenden Nachbargebäuden wurden durch Archive und Nebenräume sinnvoll belegt.

Durch die für Büroflächen untypische Grundfläche ergaben sich im Verhältnis zur Anzahl der Arbeitsplätze relativ lange Flure. Um dieser Umgebung eine angenehme und abwechslungsreiche Atmosphäre in modern anmutenden Büros zu schaffen, wurde ein Farbkonzept entwickelt, das an die nordische Sonne, Sand und Meer erinnert.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.