Büro-und Geschäftshaus
Alexanderhaus |
Berlin

Alexanderplatz 2
Umbau

Bauherr: Alexanderhaus Vermögensverwaltungs GmbH &Co.KG
Bauzeit: 2017 – 2019 | LPH 1-7

Am Alexanderplatz liegt das von Peter Behrens entworfene Alexanderhaus vis-á-vis zum Berolinahaus, dem Geschwisterbau. Beide Gebäude wurden 1932 fertiggestellt. Sie gelten als wichtige Denkmale des modernen Bauens an einem geschichtsträchtigen Ort.

Das Gebäude wurde in Stahlbetonskelettbauweise errichtet und mit einer Muschelkalkfassade und Stahlfenstern in den Obergeschossen verkleidet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Alexanderhaus stark beschädigt und in den 50er Jahren wieder aufgebaut. Unter Beachtung des Behrenschen Entwurfs erfuhr das Alexanderhaus in den 1990er Jahren eine komplette Sanierung.

Auf dem von drei Seiten umschlossenen Hof an der platzabgewandten Seite wurde ein gläserner Baukörper hinzugefügt. Es entstand eine Einkaufspassage mit einem zweigeschossigen Lichthof sowie ein eigener U-Bahn-Zugang.

Der Umbau sieht eine Neustrukturierung der Flächen vom Untergeschoss bis zum 1. Obergeschoss vor, so dass nun größtenteils mehrgeschossige Laden- und Gastronomieflächen mit außenliegenden Eingängen im Erdgeschoss geplant werden. Das dort ansässige Geldinstitut wird mit neu organisierten Flächen an seinem traditionsreichen Standort verbleiben.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.