Bebauung Brockenplateau
Harz | Brocken

Planung eines neuen Funkübertragungsgebäudes und Umbau der vorhandenen Gebäude

Bauherr: De Te Bau
Bauzeit:  1994 – 2000
LPH 1-8 Neubau
LPH 1-6 Umbau Turmgebäude und Touristensaal

Das gesamte Gebäudeensemble auf dem 1.142 Meter hohen Brocken steht unter Denkmalschutz. Bei dem Turmgebäude handelt es sich um den 1937 errichteten ersten Fernsehturm der Welt. Der Neubau (1994-1996) beherbergt u.a. Großräume für Rundfunk- und Fernsehsender sowie eine Richtfunkanlage.

Das Turmgebäude und der Touristensaal (1997-2000) wurden entkernt, sämtliche Decken wurden erneuert. Die Außenwände konnten weitgehend erhalten werden. Auf der neu geschaffenen Aussichtsebene befindet sich ein kugelförmiges Radom zum Schutz einer Radarantenne der Deutschen Flugsicherung.

In den Geschossen darunter wurde u.a. ein Café und ein Hotel angeordnet. Der ehemalige Touristensaal wurde um eine zusätzliche Restaurantebene erweitert.

Bei der Konstruktion der Dächer und Fassaden und der Baustellenlogistik waren die extremen Witterungsbedingen, Windgeschwindigkeiten bis 260 km/Std, Frost von September bis Mai und Eisschlag von den hohen Bauteilen, zu berücksichtigen.

Leider wurde der Innenausbau ohne unsere Mitwirkung ausgeführt und erfüllt die gestalterischen Vorgaben unserer Planung nicht.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.