Depotgebäude des Museums für Kommunikation

Berlin
Umbau | Denkmalschutz

Bauherr: Museumsstiftung für Post und Kommunikation
Bauzeit: 2005 | LPH 1-8

Nach umfassender Sanierung erfüllt der ehemalige Haferspeicher in Berlin-Tempelhof alle Anforderungen eines modernen Museumsdepots mit einer reichhaltigen Sammlung bedeutender Kulturgüter.

Das 1894/95 errichtete Gebäude an der Ringbahnstraße hat eine wechselvolle Geschichte, die vom Militärlager über das Telegrafentechnische Reichspostamt, eine Ingenieurschule für Post- und Fernmeldewesen, ein Postzwischenlager, bis hin zur heutigen Nutzung als Museumsdepot reicht.

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde umfassend saniert. Die gereinigte Fassade zeigt heute wieder die Ornamente der Bauzeit; die innere Baustruktur hebt die ursprüngliche Funktion als Speicher hervor. Die großflächigen Sammlungssäle auf vier Etagen gewährleisten eine optimale konservatorische Lagerung sowie Schutz der Exponate vor Feuer und Diebstahl. Ferner bietet das Gebäude moderne Büros und einen Konferenzraum für vielfältige Veranstaltungen.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.