Wohn-und Geschäftshaus
Wiesbaden | Kirchgasse 53

Umbau

Bauherr: Richebourg Vastgoed BV, Amsterdam
Bauzeit: 2010 | LPH 1-4, 8

Projektpartnerschaft mit Peter-Josef Tries

In der Fußgängerzone in Wiesbaden wurde der Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes aus der Gründerzeit realisiert. Im Unter-, Erd- und 1.Obergeschoss entstanden zwei Ladeneinheiten, in den Obergeschossen sind Wohnungen vorhanden.

Mit dem Rückbau der Sockelfassade aus den Achtzigerjahren und deren Erneuerung ergibt sich ein harmonisches Gesamterscheinungsbild des Gebäudes. Die historischen gusseisernen Säulen im Inneren sind zum Teil sichtbar erhalten.

Nach Einbau einer neuen Treppenanlage mit Glasdach zum Innenhof entstand im Inneren trotz der relativ kleinen Ladenfläche ein großzügiger Raumeindruck.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.