Museum für
Kommunikation
Berlin

Umbau und Erweiterungsbau | Denkmalschutz

Bauherr: Museumsstiftung für Post und Kommunikation
Bauzeit: 1992-2000 | LPH 1-8

Das ehemalige Reichspostmuseum gilt als das älteste und größte Postmuseum der Welt. Hinter der Natursteinfassade an der Leipziger Straße verbirgt sich der prachtvolle Lichthof mit dreigeschossigen Säulenstellungen und Galerien.

Zentraler Ansatzpunkt des Entwurfes für den Umbau war es, dem historischen Lichthof seine Bedeutung als Herzstück der Anlage zurückzugeben. Hier wurden in bisher nicht unterkellerten Bereichen neue Ausstellungsflächen für tageslichtempfindliche Exponate geschaffen.

Am fertiggestellten Museum erlebt man beispielhaft den Umgang mit historischer Bausubstanz. Sowohl die Ursprungszeit als auch die Gegenwart sind für den Besucher spürbar.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.