Universitätsgebäude
Okerhochhaus

TU Braunschweig
Fassaden - und Dacherneuerung |
Denkmalschutz

Bauherr: Staatliches Baumanagement Niedersachsen
Bauzeit: 2008-2010 | LPH 1-8

Das Okerhochhaus bildet den Abschluss der Wiederaufbauplanung des im Krieg zerstörten Hauptgebäudes der Technischen Universität Braunschweig.

Der Architekt Prof. Dieter Oesterlen (1911-1994) stellte das 10m breite und 58m hohe Scheibenhochhaus und die angrenzenden Gebäudeteile 1957-58 fertig.

Das denkmalgeschützte Gebäude prägt mit seinem charakteristischen Flugdach über dem Staffelgeschoss die Stadtsilhouette.

Die historischen Konstruktionen konnten nicht originalgetreu wiedererrichtet werden, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Unter Berücksichtigung statischer und bauphysikalischer Erfordernisse hebt die Sanierung die gestalterischen Stärken des Entwurfes hervor.

Die Modulfassade mit Ihrer speziellen Profilierung ermöglichte die denkmalgerechte Rekonstruktion der Fassaden. Darüber hinaus wurde so die Montagezeit vor Ort stark verkürzt und die baubedingte Beeinträchtigung der Nutzer minimiert.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.