Schlosspassage 1-2
Braunschweig

Umbau

Bauherr: R. Ding, Eigentümergemeinschaft Eisenberg
Bauzeit: 2007-2008 | LPH 1-8

Die Schlosspassage entstand auf einer Fläche, die als erste von den Trümmern des zerstörten Braunschweigs geräumt wurde.

Nachdem sie anfänglich als Vorzeigeprojekt einer Passage galt, verlor sie in den letzten Jahrzehnten erheblich an Bedeutung.

Mit der Sanierung der Schlosspassage im Zusammenhang mit den umfassenden baulichen Maßnahmen im Umfeld wird dieser Trend gewendet.

Der Umbau der Nordzeile hebt die klassische 50er-Jahre Architektur wieder hervor und bereinigt die Gebäude von störenden Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte. Im Erdgeschoss wurden die Schaufenster großzügig geöffnet, die Lochfassade in den Obergeschossen weitgehend erhalten.

Die Kopfbauten fassen mit ihrer vorgehängten farbigen Fassade die im Stil der 50er Jahre weiß gehaltene Putzfassade ein.

Von den ursprünglich etwa 30 kleinen Läden, Cafés und Restaurants in der Passage sind nach dem Umbau 9 Geschäfte, eine Bank und das italienische Restaurant La Cosa erhalten geblieben.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.