Schulen für Geistigbehinderte und Lernbehinderte
Halberstadt

Neubau

Bauherr: Landkreis Halberstadt
Bauzeit:
1993 | LPH 1-6

Die erste Schule dieser Art in Sachsen-Anhalt stellte eine völlig neue Aufgabe dar und war somit ein Pilotprojekt für das Bundesland.

 

Das pädagogische Konzept und das Raumprogramm wurden im Vorfeld in enger Zusammenarbeit mit dem Nutzer entwickelt. Die Gebäude der Schulen für Lernbehinderte wurden dreigeschossig, jene für Geistigbehinderte weitgehend eingeschossig konzipiert. Der Entwurf besteht aus winkelförmigen Baukörpern, die Pausenfreiflächen umschließen.

 

Ein ursprünglich als Verwaltungskomplex konzipiertes Gebäude aus dem Jahr 1940 wurde für die Fortbildung von Jugendlichen und Erwachsenen umgebaut. Hierfür war eine weitgehende Entkernung des Bestandes erforderlich.

Um eine angenehme, den pädagogischen Erfordernissen entsprechende Atmosphäre zu schaffen, wurde das Innere der Gebäude hell und lichtdurchflutet gestaltet.

Eine Sporthalle wurde für beide Schulen gemeinsam errichtet.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.