Wohnanlage
Magdeburg | Grosse Werderspitze

Neubau

Bauherr: Gemeinnützige Deutsche Wohnungsbaugesellschaft mbH und WoBau Eyhausen
Bauzeit: 1992 – 1994 | LPH 1-8

Die Magdeburger Elbinsel Werder liegt in hervorragender Lage zwischen der Stromelbe im Westen und der Alten Elbe im Osten. Für die Stadt Magdeburg wurde ein städtebaulicher Bebauungsvorschlag mit über 300 Wohneinheiten konzipiert. Aus dieser Gesamtlösung heraus wurden die einzelnen Hochbauprojekte entwickelt.

Eine Baumallee bildet das Rückgrat der gesamten Wohnanlage. Die Bebauung mit viergeschossigen Solitären am östlichen Elbufer nimmt die südlich gelegene Villenbebauung am Ufer der Elbe in Höhe und Proportion auf und setzt diese fort.

Auf der Westseite der Erschließungsallee sind viergeschossige, winkelförmige Baukörper angeordnet. Nach Norden wird die Anlage durch einen Kopfbau abgeschlossen. Die Einstellplätze für die Bewohner sind überwiegend in Tiefgaragen angeordnet. Die entstandenen Freiflächen heben die Einmaligkeit des Grundstücks hervor. Das Bild der Gesamtanlage lebt vom Kontrast aus natürlicher Umgebung und gebauter Umwelt.

Erläuterung Gesamtkonzept

Nach Aufgabe der Klinik an der Holwedestraße ist vorgesehen, das Grundstück für eine Wohn- und Quartiersnutzung bereitzustellen. Für das Gesamtgrundstück soll nach dem derzeitigen Stand zu gegebener Zeit ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden. Unabhängig vom Ergebnis des geplanten Wettbewerbs klammert die vorliegende Machbarkeitsstudie das historische Altgebäude aus diesem Prozess aus. Die Studie bezieht sich lediglich auf dessen Gebäudebestand und die unmittelbar angrenzende Freifläche (wobei unterstellt wird, dass die Parkfläche zwischen dem Altbau und der Oker nach einer Neugestaltung von einer Bebauung freigehalten wird). Wünschenswert ist die Realisierung von preisgünstigem Wohnungsbau zu erschwinglichen Mieten auf den zu bebauenden Flächen. Die Planung zur Machbarkeitsstudie sieht im Erdgeschoss und teilweise im Untergeschoss quartiersnahe Nutzungen vor. In den Obergeschossen ist Wohnen in vielfältiger Form geplant: Nutzungen für größere Wohngruppen, Wohngemeinschaften, studentisches Wohnen und Loft-Ateliers. Die Frage des Bedarfes und der Anordnung von Stellplätzen ist im Rahmen des o.g. Wettbewerbes zu klären. Denkbar ist eine Anbindung des Untergeschosses an eine mögliche Tiefgaragenebene unterhalb der neuen Wohnbebauung. Überwiegend ist an Carsharing gedacht mit entsprechend geringem Bedarf an Stellplätzen.